Wie man die richtige Marketing-Agentur wählt: 10-Schritte-Checkliste
Die falsche Agentur kostet Monate und Tausende Euro. Nach Hunderten von Agentur-Kunden-Beziehungen sind dies die 10 Kriterien, die wirklich zählen.
Der Markt für digitale Marketing-Agenturen im DACH-Raum ist unübersichtlich. Hunderte Agenturen, Freelancer und selbsternannte „Growth-Experten“ versprechen Ergebnisse. Das Problem? Die meisten Unternehmen wählen auf Basis eines glänzenden Pitches oder des niedrigsten Preises — und verlieren am Ende Zeit, Geld und das Vertrauen ins Marketing.
Wir haben in den letzten Jahren Hunderte Agentur-Kunden-Beziehungen beobachtet. Partnerschaften, die Unternehmen transformiert haben, aber auch Kooperationen, die Budgets verbrannt haben, ohne ein einziges Ergebnis zu liefern. Der Unterschied liegt fast immer im Auswahlprozess. Deshalb haben wir diese 10-Schritte-Checkliste erstellt — die Kriterien, die bei der Wahl einer Marketing-Agentur wirklich zählen.
Die 10 Schritte zur richtigen Agenturwahl
1. Prüfe das echte Portfolio
Nicht nur hübsche Screenshots oder Kundenlogos. Fordere Fallstudien mit echten Metriken: ROAS, CPA, Umsatzwachstum, generierte Leads. Eine seriöse Agentur kann messbare Ergebnisse vorweisen. Wenn sie keine Zahlen teilen können, ist das ein klares Warnsignal. Frage auch, wie lange sie mit jedem Kunden zusammengearbeitet haben und welche Herausforderungen es gab.
2. Frage nach aktiven Kundenreferenzen
Nicht ehemalige Kunden — aktive. Ruf sie an. Frage nach Kommunikation, Transparenz und Ergebnissen. Ein aktiver Kunde wird dir genau sagen, wie die tägliche Zusammenarbeit abläuft: ob die Agentur rechtzeitig antwortet, korrekt berichtet und sich strategisch einbringt oder nur mechanisch ausführt. Wenn eine Agentur keine Referenzen nennen will, ist das ein klares Zeichen, dass etwas nicht stimmt.
3. Bewerte die Transparenz
Teilen sie den Zugang zu Werbekonten? Gehören dir deine Daten? Liefern sie detaillierte Berichte mit echten Metriken, nicht nur Vanity-Zahlen? Arbeite niemals mit einer Agentur, die deine Werbekonten gesperrt hält. Deine Daten gehören dir — Punkt. Eine transparente Agentur gibt dir vollen Zugang zu Google Analytics, Google Ads, Meta Business Manager und jeder anderen verwendeten Plattform.
4. Verstehe das Preismodell
Festes Monatshonorar, Prozentsatz des Werbebudgets oder leistungsbasiert? Jedes Modell hat Vor- und Nachteile. Sei vorsichtig bei „zu günstigen“ Angeboten — Qualität kostet Geld. Eine Agentur, die 500 Euro im Monat für Kampagnenmanagement verlangt, wird deinem Konto wahrscheinlich nicht genug Zeit widmen.
| Modell | Typischer Bereich | Am besten für |
|---|---|---|
| Festes Monatshonorar | 1.500 - 5.000 € | Planbare Budgets |
| % des Werbebudgets | 10 - 20% | Wachsende Budgets |
| Leistungsbasiert | Variabel | Etablierte Unternehmen |
| Hybrid (fest + %) | 1.000 € + 10% | Wachsende Unternehmen |
5. Prüfe die Spezialisierung
Eine Generalistentuagentur wird einem Spezialisten nicht das Wasser reichen können. Wenn du Google Ads brauchst, suche einen zertifizierten Google Partner. Wenn du einen Shopify-Shop betreibst, finde einen Shopify Partner. Frage, welche Kanäle sie abdecken, wo ihre Stärken liegen und welche Zertifizierungen sie haben. Eine gute Agentur sagt dir auch ehrlich, wo sie nicht die Beste ist.
6. Bewerte das Team
Wer wird tatsächlich an deinem Konto arbeiten? Lerne das Team kennen, nicht nur den Vertriebsmitarbeiter. Frage nach ihrer Erfahrung mit deiner Branche, wie viele Kunden jeder Spezialist betreut und wer dein dedizierter Ansprechpartner sein wird. Eine Agentur, die einen unerfahrenen Junior auf dein Konto setzt, wird nicht dieselben Ergebnisse liefern wie eine, die erfahrene Seniors mit nachgewiesenem Track Record einsetzt.
7. Frage nach der Strategie
Vor der Unterschrift sollte eine gute Agentur eine grobe Strategie oder ein Audit anbieten. Wenn die einzige Frage „Wie hoch ist dein Budget?“ ist, ohne dein Geschäft, deine Zielgruppe und deine Wettbewerber zu verstehen, geh weiter. Eine professionelle Agentur kommt zum ersten Gespräch mit Fragen zu deinen Zielen, KPIs und deiner Zielgruppe und schlägt einen klaren strategischen Ansatz vor.
8. Prüfe den Vertrag
Achte auf Lock-in-Perioden (maximal 3 Monate zu Beginn), Kündigungsbedingungen, geistiges Eigentum und Wettbewerbsklauseln. Ein fairer Vertrag ermöglicht dir den Ausstieg mit angemessener Kündigungsfrist, garantiert dir das Eigentum an deinen Daten und Creatives und hindert dich nicht daran, mit anderen Agenturen an ergänzenden Dienstleistungen zu arbeiten.
9. Red Flags, die du vermeiden solltest
- ✕Garantierte Ergebnisse („Wir bringen dich auf Platz 1 bei Google“)
- ✕Kein Reporting oder vage Berichte ohne klare Metriken
- ✕Sehr günstige Preise im Vergleich zum Markt
- ✕Keine Fallstudien oder nachweisbares Portfolio
- ✕Aggressive Verkaufstaktiken und Druck, schnell zu unterschreiben
- ✕Einheitspakete für jeden Unternehmenstyp (One-Size-Fits-All)
- ✕Verweigerung des Zugangs zu deinen eigenen Werbekonten
10. Teste mit einem kleinen Projekt
Bevor du dich auf einen langen Retainer einlässt, starte mit einem Growth Sprint oder einem kleinen Projekt. Beobachte, wie sie kommunizieren, liefern und Herausforderungen meistern. In 4-6 Wochen hast du ein klares Bild, ob sie der richtige Partner sind. Dieser Ansatz minimiert das Risiko und ermöglicht es dir, die Qualität der Arbeit zu bewerten, bevor du eine größere finanzielle Verpflichtung eingehst.
Lass uns über deine Ziele sprechen
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